„Tag der Verwaltungsschale“: Experten diskutieren Umsetzungsergebnisse

Am 20. Oktober fand in Frankfurt/M. der „Tag der Verwaltungsschale“ statt. Hier trafen sich Vertreter aus zehn Projekten, die das Konzept der Verwaltungsschale bereits umgesetzt haben, um ihre Erfahrungen mit den Standardisierungsexperten der Plattform auszutauschen. Zur Sicherstellung der Interoperabilität wird nun auf den Erfahrungen aus der Praxis aufgebaut und den Projektgruppen konkrete Empfehlungen für die weitere Umsetzung an die Hand gegeben.

Ob „IC4F“, „openAAS“, oder „SemAnz40“, sie alle sind Beispiele aus der Praxis und arbeiten mit dem Konzept der Industrie-4.0-Komponente. Die grundsätzliche Idee: Jeder Gegenstand der Industrie 4.0 erhält eine Verwaltungsschale, also einen digitalen Zwilling. Im April 2015 wurde das Konzept von der Plattform Industrie 4.0 vorgestellt, die es seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Gleichzeitig haben zahlreiche Initiativen und Projekte dieses Konzept zur Hand genommen und setzen es praktisch um. Jetzt war es an der Zeit, alle zusammenzubringen und zu schauen: Wie verzahnen sich Konzept und Praxis? Gibt es Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Klärungsbedarfe? Das Ziel: Die Standardisierungsarbeit der Plattform Industrie 4.0 weiter voranzubringen, um die Interoperabilität der Industrie 4.0 sicherzustellen.

Rund 75 Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Initiativen und Projekte sowie Expertinnen und Experten von der Plattform Industrie 4.0, unter anderem der Branchenverbände ZVEI, VDMA und Bitkom, nahmen beim „Tag der Verwaltungsschale“ zehn praktische Industrie-4.0-Ansätze näher unter die Lupe. Im Fokus: das Kennenlernen der Praxisanwendungen mit Blick auf deren Interoperabilität. Denn nur wenn die Umsetzungen und das Konzept der Plattform Industrie 4.0 kompatibel sind, also miteinander funktionieren, kann es gelingen, die Industrie-4.0-Komponente und Rami 4.0 als international anerkanntes Referenzarchitekturmodell für Industrie 4.0 erfolgreich zu etablieren.

„Der direkte Austausch zwischen allen Beteiligten ist zentral, um die Standardisierungskonzepte der Plattform Industrie 4.0 weiterzuentwickeln und in die Praxis zu bringen. Daher war der heutige Tag ein wertvoller Schritt: „Heute haben wir viele tolle Ansätze kennengelernt und unsere Praxiserfahrungen diskutiert – ein wirklich gelungener Auftakt für die weitere, intensive Arbeit an den Industrie-4.0-Standards, um die Interoperabilität der ‚Durchstichprojekte‘ mit den Konzepten der Plattform Industrie 4.0 zu gewährleisten“, resümiert Kai Garrels, Sprecher der Arbeitsgruppe 1 „Referenzarchitekturen, Standardisierung und Normung“ der Plattform Industrie 4.0 und Head of Standardization and Industry Relations bei ABB Stotz-Kontakt.

Im nächsten Schritt werden die Erkenntnisse des Tages und die Informationen, die mittels eines Fragebogens abgefragt wurden, ausgewertet und von der ZVEI-Spiegelgruppe „Modelle und Standards“ gemeinsam mit der Arbeitsgruppe 1 der Plattform Industrie 4.0 diskutiert. Schließlich werden Empfehlungen entwickelt, die sich direkt an die Initiativen und Projekte richten – für eine maximale Interoperabilität.

Quelle und weitere Informationen: www.plattform-I40.de und http://www.openautomation.de/detailseite/tag-der-verwaltungsschale.html 

07.11.2017

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.