Gemeinsame Schnittstelle zur Maschinensteuerung – der VDW will einen universellen ‚Maschinenconnector‘

Der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) hat im Rahmen der EMO 2017 in Hannover erstmals die Brancheninitiative der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie für die vernetzte Produktion vorgestellt. „Ziel ist es, einen Standard zur Anbindung unterschiedlichster Maschinensteuerungen an eine gemeinsame Schnittstelle – einen Connector – zu entwickeln und softwaretechnisch zu implementieren“, sagte Dr. Heinz-Jürgen Prokop, Vorsitzender des VDW. In der ersten Projektphase ist ein Kernteam bestehend aus den Firmen DMG Mori, Emag, Grob, Heller, Liebherr Verzahntechnik, United Grinding, Trumpf und dem VDW beteiligt. Der VDW-Vorstand hat dieses Projekt im Frühjahr beschlossen, da es an einer einheitlichen und durchgängigen Lösung fehlt. Mit dem geplanten Standard sollen Daten aus unterschiedlichen Maschinen mit unterschiedlichen Steuerungen vieler Generationen ausgelesen und in einem standardisierten Datenformat in die Fertigungsleitsysteme oder in die Cloud befördert werden können, um sie auszuwerten und für Optimierungsaufgaben zu nutzen. Zunächst sollen folgende Aspekte umgesetzt werden: Die gemeinsame
Erarbeitung einer Schnittstellenspezifikation, die Implementierung eines sogenannten Connectorstacks, der Signale aus unterschiedlichen Steuerungsschnittstellen nach OPC UA übersetzt sowie die Implementierung eines Gateways, das auf Basis der OPC UA-Datenstruktur die sichere Anbindung an unterschiedliche EDV-Systeme und Clouds via Standardprotokollen erlaubt. Im ersten Quartal 2018 sollen bereits Ergebnisse vorliegen.

Quelle und weitere Informationen: http://www.vdw.de/web-bin/owa/homepage und http://www.i40-magazin.de

Ein Kommentar dazu: das Fraunhofer IOSB arbeitet seit rd. 10 Jahren an dieser universellen Schnittstelle und hat umfangreiche Vorarbeiten dazu geleistet. Die wichtigsten Ergebnisse sind auf www.plugandwork.fraunhofer.de zusammengefasst.

22.09.2017

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