VDE stellt Studie zur Digitalisierung 2020 vor

Die „Digitale Transformation“ markiert einen disruptiven Technologiesprung und radikalen Strukturwandel der Volkswirtschaften: Bestehende Wertschöpfungsketten werden gesprengt, traditionell erfolgreiche Geschäftsmodelle und Marktpositionen stehen auf dem Prüfstand, neue Denkweisen und Geschäftsmodelle erobern die Zukunftsmärkte. Der Nutzen der digitalen Vernetzung zeigt sich auf vielen Feldern – von Industrie 4.0 über Energie und Mobilität bis zu Gesundheit und Wohnen. Doch was treibt das „Internet of Things“ (IoT) eigentlich an? Und was muss der Standort Deutschland und Europa tun, um davon zu profitieren? Dazu hat der VDE hochkarätige Referenten befragt.

Die stärkste Triebfeder für das IoT sehen die Experten in Industrie 4.0. Auf diesem Anwendungsfeld wird es im Jahr 2025 die bedeutendste Rolle spielen. Aber auch Smart Mobility und Health & Livestyle sowie Smart Energy und Smart Living haben großen Anteil am Siegeszug der digitalen Vernetzung. Die technische Basis für das Internet der Dinge schaffen in erster Linie Konnektivitäts- und Kommunikationstechnologien – mit anderen Worten: vor allem der Kommunikationsstandard 5G. Es folgen Security and Safety, Big Data sowie Sensor, Aktuator- und Regelungstechnologien. Als wichtigste technische Innovationstreiber gelten Embedded Systems und Cyber-Physical-Systems. Ihnen wird eine noch größere Triebkraft zugetraut als Sensorik und Aktorik, Informations- und Kommunikationstechnik, Mikroelektronik / Mikrosystemtechnik, Cloud-Dienste und Semantische Technologien. Die höchsten Barrieren für die digitale Vernetzung bilden die IT-Sicherheit und das Festhalten an etablierten Technologien und Geschäftsmodellen. Aber auch zu viel Bürokratie, unzureichende IKT-Infrastruktur (IKT = Informations- und Kommunikationstechnik) sowie fehlende Normen und Standards werden bemängelt. Finanzierungsprobleme und der mangelnde Reifegrad bzw. technische Hürden stellen ebenfalls ernstzunehmende Hemmnisse dar. Fragen der Regulierung und Frequenzen und fehlende Anreize gelten dagegen als weniger problematisch.

Quelle und weitere Informationen: https://www.vde.com/de/presse/pressemitteilungen/studie-digitalisierung-2020# 

Downloads:

VDE-Studie-Digitalisierung-2020.pdf

10.11.2016

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.