Meilenstein für Industrie 4.0 erreicht: Die Lücke zwischen Kommunikation und Semantik für Industrie 4.0 schließen – Companion Specification

Die OPC Foundation, die sich für die Interoperabilität in der Automatisierung engagiert, und der AutomationML e.V., der sich mit dem verlustfreien Austausch von Engineeringdaten entlang der kompletten Toolkette in Entwicklung, Konstruktion und Produktionsplanung befasst, veröffentlichen eine gemeinsame „Companion Specification“, um die Interoperabilität in der intelligenten Fabrik der Zukunft zu realisieren.

AutomationML ist ein Standard zum Austausch von Engineeringdaten, standardisiert in der IEC 62714. Basierend auf weiteren Standards, bietet er die Möglichkeit Engineering-Werkzeuge zu verbinden, um die Kosten für Datenaustausch und Datenkonvertierung von einem Tool zum anderen zu reduzieren. OPC UA ist eine Technologie, um den Informationsaustausch zwischen unterschiedlichen industriellen Steuerungs- und IT-Systemen auf den verschiedenen Ebenen der industriellen Automatisierungspyramide zu erleichtern. OPC UA kann auf der Feld- und Steuerungsbene sowie auf überlagerten MES-Ebenen zum Einsatz kommen.

Industrie 4.0 erfordert die Interoperabilität von Geräten, Maschinen, Steuerungen und IT-Systemen verschiedener Hersteller. Sie sollen befähigt werden, effizient zu kommunizieren und zu interagieren. Dies erfordert, dass sie miteinander ’sprechen‘, und dass sie die Inhalte des Gegenübers ‚verstehen‘. OPC UA sorgt für das ‚Sprechen‘, AutomationML für’s ‚Verstehen‘. Die Kombination von AutomationML mit OPC UA ermöglicht die Kommunikation von Selbstbeschreibungen, Prozesswerten und Planungsdaten – die Fabrik und ihre Bausteine werden intelligenter. Außerdem kann die OPC UA-Systemkonfiguration in AutomationML-Modellen übertragen werden. Diese zwei Technologien reduzieren den manuellen Engineering-Aufwand (heute mehr als 50% bei automatisierten Anlagen) und erlauben die intelligente Datenbereitstellung beispielsweise für vorausschauende Wartung.

Die gemeinsame Arbeitsgruppe des AutomationML e.V. und der OPC Foundation, in der führende Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen aus IT und Automatisierung zusammenarbeiten, begann mit der Arbeit an der ‚Companion Specification‘ im Jahr 2014. Am 22. Februar 2016 ist nun die Version 1.00.00 der Companion Specification „AutomationML for OPC UA“ veröffentlicht. Die Spezifikation beschreibt, wie AutomationML-Modelle in OPC UA-Informationsmodelle überführt werden. Sie ist unter folgendem Link verfügbar: https://opcfoundation.org/developer-tools/specifications-unified-architecture/opc-unified-architecture-for-automationml/ .

Die Leiterin der Arbeitsgruppe, Dr.-Ing. Miriam Schleipen vom Fraunhofer IOSB erklärt: „PLUGandWORK ist möglich, wenn wir die Beschreibung von Gegenständen eines Produktionssystems mit AutomationML beschreiben, diese Beschreibung in einem OPC UA-Informationsmodell zur Verfügung stellen und diese Informationen mittels OPC UA gesichert kommunzieren. Interoperabilität für Industrie 4.0 und nahtlose semantische Integration werden so Realität!“

Weitere Informationen über die Arbeitsgruppe und ihre Mitglieder auf http://www.iosb.fraunhofer.de/servlet/is/46940/.

Downloads:

2016-02-22_AutomationML_OPC_UA_Information_Model_V1.pdf

24.03.2016

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